Sachsendorf ist Weltmeister

Was für ein Tag. Was für ein Turnier. Und vor allem: Was für eine Mannschaft.

Nach dem letztjährigen zweiten Platz war die Mission für dieses Jahr klar formuliert: Wir kommen wieder – und diesmal nehmen wir das Ding mit. Ankündigungen wurden gemacht, Drohungen ausgesprochen und wie man jetzt weiß: Wir haben nicht übertrieben.

Nach mehreren hochintensiven Sonntagvormittagstrainings reiste Sachsendorf am Samstag mit 11 hochmotivierten Spielern nach Burkartshain. Kurz nach 14 Uhr ging’s los, 9 Mannschaften wollten den Pokal – bekommen hat ihn am Ende… naja, ihr wisst es ja.

Beim Losverfahren zog Tim Frölich souverän die Nummer 3 – also Gruppe A für uns. Regeln: 1 Torwart, 6 Feldspieler. Und dann ging es auch schon los:

Spiel 1 gegen Klinga/Ammelshain: 0:0
Spiel 2 gegen SV Seelingstädt: 0:0

Man könnte sagen: Wir haben uns vorsichtig rangetastet. Oder anders gesagt: Wir haben erstmal geschaut, was passiert, wenn niemand ein Tor schießt.

Dann Spiel 3 gegen die Gastgeber TSV 1906 Burkartshain Alte Herren. Ja genau, DIE Burkartshainer. Und was sollen wir sagen: Heimvorteil schön und gut – aber nicht gegen uns: Tom Rudolph, unser „eingekaufter Profi“, machte das 1:0. Jubel im Sachsendorfer Fanblock. Burkartshain? Kurz still.

Im vierten Spiel gegen Wurzen Alte Herren dann wieder ein solides 0:0. Ergebnis: Gruppenphase überstanden, 6 Punkte, kein Gegentor.

Im Halbfinale wartete der 1. FC Launzige. Ein Spiel, das laut Spieler David Hartmann „knisternd, emotional und angespannt“ war. Übersetzt heißt das: alle waren nervös. Nach einem weiteren 0:0 musste das 9-Meter-Schießen entscheiden. Im Tor: Tim Frölich. Eine Entscheidung, die sich noch auszahlen sollte.

Erster Schütze: Tom Rudolph. TOR.
Zweiter Schütze: Lucas Schumann. TOR.
1. FC Launzige? Zwei Versuche, null Treffer. Danke fürs Mitspielen.

Finale – jetzt wird Geschichte geschrieben

Ohne Gegentor ins Finale. Das Ziel war klar: Jetzt holen wir das Ding. Gegner: VFB Grimma II. Spielverlauf: 0:0. Ja, richtig gelesen. Wieder kein Tor. Aber wer braucht schon Tore, wenn man Spannung haben kann? Also wieder 9-Meter-Schießen. Fünf Schützen, maximale Nervenbelastung.

Im Tor: Tim Frölich
Treffer durch:
Tom Rudolph (natürlich)
Nils Schicketanz (keine Miene verzogen, vermutlich innerlich komplett ruhig… oder komplett leer)
Philip Frölich (wer will schon gern im Schatten des kleinen Bruders stehen)

Grimma kam dank unseres überragenden Keepers nur auf zwei Treffer.

Endstand 3:2

Und damit war klar: Die vorherigen Ansagen waren keine großen Worte – das war einfach nur eine sehr präzise Vorhersage. Sachsendorf gewinnt. Ansage erfüllt. Und irgendwo in Burkartshain wurde wahrscheinlich leise festgestellt: „Nächstes Jahr müssen wir uns was einfallen lassen.“

Während des gesamten Turniers war der Teamgeist nicht nur sichtbar sondern auch spürbar. Außerdem wurde unsere Mannschaft von einem einzigartigen Fanclub unterstützt – unermüdlich, lautstark und mit einer Begeisterung, die selbst den letzten müden Muskel aktivierte.

Bei der Siegerehrung gab es noch eine ganz besondere Ehrung: Tim Frölich wurde als „Bester Torwart 2026“ ausgezeichnet. Absolut verdient – wer zweimal im 9-Meter-Schießen liefert, hat sich das mehr als erarbeitet.

Als der sportliche Teil erledigt war und der Pokal sicher verstaut wurde, verlagerte sich das Geschehen ins Festzelt. Dort wurde bis tief in die Nacht gefeiert und getanzt. Die Stimmung war ausgelassen. Spieler, die auf dem Platz noch um jeden Meter gekämpft haben, zeigten plötzlich ungeahnte Qualitäten auf der Tanzfläche – mal mehr, mal weniger koordiniert. Sicher ist: Der Abend stand dem Turnier in nichts nach. Burkartshain stellte die Location – wir lieferten die Party.

Wir gratulieren unseren Fußballern zu diesem grandiosen Turnier: Kapitän Tim Frölich, Philip Frölich, Nils Schicketanz, David Hartmann, Uwe Kosub, Hannes Grinda, Matthias Wild, Tom Rudolph, Niklas Dumjahn, Lucas Schumann, Daniel Griesecke. Ein Dank geht auch an Tobias Breil und Tobias Reichert, die der Mannschaft als Physiotherapeuten, Motivatoren und Wasserreicher zur Seite standen.

Ein riesiges Dankeschön geht an Alexandra Broy. Während die eigentlichen Redakteure mit Abwesenheit glänzten, stand sie mit Zettel und Stift am Spielfeldrand und hat alles dokumentiert. Ohne sie gäbe es diesen Bericht vermutlich nicht – oder nur in der legendären Kurzfassung: „War gut. Haben gewonnen.“

Fazit

Lieber TSV Burkartshain, danke für die Einladung, das Turnier und die Organisation. Es war wirklich ein gelungenes Jubiläum. Vor allem für uns. Den Pokal nehmen wir wie angekündigt mit nach Hause. Bis nächstes Jahr – wir kommen wieder. Und vielleicht klappt’s dann ja auch mal für euch.

Hinterlasse einen Kommentar